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Durch Fragetechnik Meinungsverschiedenheiten klären

Durch Fragetechnik Meinungsverschiedenheiten klären

Es kann ganz schön anstrengend sein, die eigene Meinung zu vertreten. Obwohl die Sichtweisen zweier Parteien vielleicht gar nicht so verschieden sind. Aber das sehen wir oft gar nicht. Denn wir konzentrieren uns hauptsächlich auf die eigene Argumentation und hören nicht hin, was andere sagen. Machen das beide Seiten ist klar, warum wir uns nicht einigen können: wir verstehen uns ja gar nicht.

Hierbei hilft eine offene und wertschätzende Haltung. Unterschiedliche Meinungen dürfen sein. Das bedeutet, auch die andere Meinung hat ihre Berechtigung. Wichtig ist dass ich zuerst versuche, diese zu verstehen. Deshalb frage ich nach. Ich wende die Fragetechnik an. Das geht auch wenn ich die andere Meinung falsch finde. Es kann ja sein, dass ein Verständnisproblem oder Missverständnis vorliegt. Dazu kann ich mir Fragen überlegen, die ich als Standard nutze. Ich kann auch mehrmals fragen. Zum Beispiel: “Was genau meinst du mit …?” Besonders gut ist, wenn ich den Wortlaut der anderen wiederhole. Das zeigt, dass ich richtig zugehört habe und mir die andere Meinung wichtig ist. Also: „Ich höre ….. (Aussage der anderen wiederholen), meinst du damit ….. (jetzt die eigene Formulierung nutzen)?

Mein Gegenüber spürt, dass ich verstehen will und Wertschätzung zeige. Das sorgt für Entspannung. Normalerweise wird jetzt auch zugehört, wenn ich etwas zu sagen habe.

Spiel so eine Situation in Gedanken einmal durch. Hast du ein eigenes Beispiel? Dann kannst du vielleicht nachvollziehen, was ich meine.

Mein Tipp:

Versuche, die anderen zu verstehen. Und frage nach. Sprich aus, wenn du etwas nachvollziehen kannst. Der Satz: “Ja, das kann ich verstehen”, oder, “Bis hier hin kann ich dich gut verstehen” wirkt wahre Wunder. Reflektiere Situationen die du bisher erlebt hast und überlege dir, welche Fragen du hättest stellen können. Du wirst sehen, dass es eigentlich immer wieder dieselben sind. Mach dir einen eigenen kleinen Fragenkatalog der zu dir passt.

Das kann zum Beispiel so aussehen:

– “Was genau meinst du mit …… / damit?”

– “Kannst du mir ein Beispiel dafür nennen?”

– “Was brauchst du von mir, damit …… ?”

– “Was müsste ich tun, damit wir eine Einigung finden?”

Was sagst du dazu? Hat dir das geholfen?

Über ein Like freue ich mich. Und noch mehr über deine Meinung und einen kurzen Komment

4 Comments

  1. Kerstin Thummerer

    Für mich ist es super, immer wieder an das gelernte erinnert zu werden, damit ich mich und Gespräche mit Mitarbeitern besser verstehen, Einleiten und vorbereiten kann. Richtiges zuhören ist so schwer.
    Ich finde den Blog sehr gut!

    1. Elke Schulz

      Liebe Kerstin,
      ich sage jetzt mal „du“ da das Format hier so gestaltet ist. Ist das ok?
      Ganz lieben Dank für dein positives Feedback. Es freut mich total, das meine Beiträge dir helfen.
      Und ja, zuhören ist schwer. Sich das immer wieder vorzunehmen ist schon ein Riesenschritt.
      Dauert halt und geht mal besser mal nicht. Dran bleiben ist die Devise 🙂 und, sich die Erfolge bewusst machen.
      Hattest du schon welche? Wenn du magst lass mich das mal wissen.

      1. Kerstin Thummerer

        Ich versuche meinen Mitarbeitern ruhig gegenüber zu treten und nicht zu ruppig zu werden, was mir schon besser gelingt. Zudem lasse ich mir erst die Situation von der betroffenen erzählen, was leider nicht so gut funktioniert wie ich es gerne hätte. Und wenn ich einen Tag später nochmal das gesprochene mit ihr besprechen, meint sie oft das sie das nie gesagt hätte, obwohl ich die gleichen Worte wie sie benutze. Vielleicht müsste ich mir bei ihr angewöhnen immer zu fragen…meinst du das? Oder sowas in der Art. Gar nicht so einfach, wenn man viel verändern soll als neuer Vorgesetzter.

        1. Elke Schulz

          Kerstin,
          das kenne ich gut. Du versuchst etwas, es geht aber nicht so wie gewünscht. Höre dich einmal selbst: „es gelingt schon besser …“.
          Das ist der Beweis! Du bist auf dem richtigen Weg. Also dran bleiben. Du bist neu in deiner Vorgesetzten-Funktion. Da muss man einfach viel lernen. Wichtig ist: sei gut zu dir selbst und hab Geduld. Wie du an dem Gespräch mit deinen Kolleginnen feilen und was du ausprobieren kannst, können wir super im online-Seminar besprechen wenn du magst.

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